Zen – Lektion für deinen Geist

Zen – Lektion für deinen Geist

Um im Sport erfolgreich zu sein, um im Wettkampf sein volles Potential auszuschöpfen und vor allem keine Fehler zu machen, ist es wichtig, im „Hier und Jetzt“ zu sein. Genauso verhält es sich im Business und auch im privaten Bereich. Über dieses Thema und vieles mehr habe ich im Interview mit Triathlon-Legende Paula Newby-Fraser gesprochen. In diesem Video teile ich eine kurze Zen Lektion aus dem Gespräch mit Paula und gebe dir drei einfache praktische Tipps wie du mehr im „Hier und Jetzt“ sein kannst.

Ausschnitt aus dem Interview:

Das vollständige Interview findest du in meinem Buch: WIN – With Intention Now.

Paula ist eine ehemalige Duathletin und Triathletin aus Simbabwe und die weltweit erfolgreichste Sportlerin auf der Langdistanz; achtfache Ironman-Weltmeisterin; 24 x Siegerin Ironman. Vgl. Athletes Mind Talk (2015).

Ein Zen-Meister ist trotz seiner vielen Aufgaben sehr gelassen. Er wird gefragt, wie er das schaffe. Er antwortet: „Wenn ich sitze, dann sitze ich, wenn ich stehe, dann stehe ich, wenn ich laufe, dann laufe ich.“ Die Menschen sind der Meinung, dass würden sie auch tun. Der Zen-Meister erwidert jedoch: „Wenn ihr sitzt, dann steht ihr schon, wenn ihr steht, dann lauft ihr schon, und wenn ihr lauft, dann seid ihr schon am Ziel.“ Was halten Sie davon?

Paula Newby-Fraser: Die zentrale Philosophie beim Zen ist die Präsenz im Jetzt. Sei einfach da, sei im Hier und Jetzt. Das ist für uns wirklich schwierig, weil wir immer planen und versuchen, verantwortlich zu sein. Verantwortung für alles, was man tut. Das betrifft jede Situation. Es gibt die Verantwortung in einer Ehe, die Verantwortung für die Arbeit. Wir sind sehr verantwortlich, und das macht diesen Sport mental so interessant, weil man all das mitbringen kann, aber man muss die ganze Zeit im Jetzt agieren.

Mein Leitsatz ist: Kümmere dich um die Straße unter deinen Füßen. Das bedeutet, dass man sich auf die Straße konzentrieren soll, die man aktuell unter den Füßen hat, anstatt auf die Uhr zu schauen und darüber nachzudenken, wo man in einer Meile sein wird, welche Zeit man schaffen sollte für die nächsten ein, zwei, drei Meilen, und dann gedanklich weiterhetzt. Man sollte sich nur damit beschäftigen, was man in dem Moment unter den Füßen hat. Das ist eine große Herausforderung. Wie gesagt ist das für mich die größte Herausforderung im Sport. Es ist nicht wirklich die körperliche Anstrengung. Jeder kann Laufen und Fahrradfahren trainieren. Athleten verstehen das, und deswegen sieht man so viele inspirierende Dinge, wenn Athleten das schaffen.

Es geht also darum, im Jetzt zu sein. Wenn man schwimmt, konzentriert man sich auf das Schwimmen und denkt nicht an das Radfahren oder das Laufen.

Paula Newby-Fraser: Genau. Man muss im aktuellen Moment sein und sich mit diesem Moment beschäftigen. Wenn man mit den Gedanken woanders ist, dann kann etwas in diesem Moment passieren, was man verpasst. Damit kenne ich mich wirklich gut aus. Ich bin schon mit meinem Gesicht auf dem Asphalt aufgeschlagen, weil meine Gedanken ganz woanders waren, z. B. war ich geistig dabei, zu gewinnen oder wie der Abstand zu den Leuten hinter mir wohl ist. Das ging so weit, dass mir alles aus dem Ruder gelaufen ist. Man muss im Hier und Jetzt sein.

Das gesamte Interview und weitere spannende Interviews mit Profis findest du in meinem Buch: WIN – With Intention Now.

Bewusst(er) trainieren – Lektion vom Zen-Meister

Bewusst(er) trainieren – Lektion vom Zen-Meister

Dreiteilige Serie: Wie du mit Bewusstseins- und Gedankensteuerung besser trainieren und Wettkämpfe absolvieren kannst?!

Wer im Wettkampf, im Training oder allen anderen Situationen wo es darauf ankommt, vollkommen bewusst handelt und ganz auf die Sache konzentriert ist, macht weniger Fehler, erkennt mehr Chancen und kann sein Potential besser entfalten. In der heutigen Welt, geprägt von Digitalisierung und permanentem Informationsüberfluss, Multitasking und Alltagsstress ist das gar nicht so einfach. Viele Sportler verschenken dadurch einen beachtlichen Teil ihres Leistungspotentials.

Die gute Nachricht ist, dem kannst du entgegenwirken durch einfache Bewusstseins- und Gedankenübungen. Um dir zu zeigen warum das so wichtig ist und wie das praktisch geht, lade ich dich ein zu dieser dreiteiligen Videoserie. In Teil eins geht es darum, bewusst(er) zu trainieren und eine wichtige Lektion vom Zen-Meister zu lernen. Teil zwei ist dem Thema Gedankenkontrolle im Sport gewidmet und in Teil drei geht es schließlich darum, seine Gedanken wie ein Laser zu fokussieren.

Teil 1/3: Bewusst(er) trainieren – Lektion vom Zen-Meister

Fakt ist, dass DEIN Bewusstsein im Training und Wettkampf immer DA ist. Die spannende Frage ist nur, wo sich das DA befindet. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das Bewusstsein schnell Mal irgendwo anders sein kann, nur nicht im aktuellen Moment und bei der Sache. Wie du das ändern und damit bewusster trainieren und Wettkämpfe bestreiten kannst, verrate ich dir in diesem Video. Dabei geht es im Kern auch um eine wichtige und zugleich einfache Lektion von einem alten Zen-Meister.

 

Teil 2/3: Wie du mit einer „einfachen“ 5 Minuten Übung die Kontrolle deiner Gedanken trainieren kannst

Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir 60.000-80.000 Gedanken pro Tag haben. Ganz egal wie viele es tatsächlich sind, eines steht fest: wer seine Gedanken gut kontrollieren kann, hat viele Vorteile. Dazu gehört erstens, schneller und leichter in den Peak State zu gelangen, zweitens, schneller aus einem Tief herauszukommen und drittens, mehr Kontrolle über sich und seine (sportliche) Performance zu haben.

Die wenigsten Menschen beschäftigen sich allerdings aktiv mit der Kontrolle der eigenen Gedanken. Wer das ändern will, kann in dem 5 Minuten Video eine einfache Übung für den Einstieg kennenlernen. Gedankenkontrolle beginnt mit der bewussten Wahrnehmung deiner Gedanken und genau darum geht es bei der Übung in dieser Lektion.

LINK: https://athletesmind.de/gedankenkontroll-challenge/