Dein Ziel – Achtung: Was wäre wenn …

Dein Ziel – Achtung: Was wäre wenn …

Überprüfe Dein Ziel!

Was wäre wenn…
…es zu klein oder zu groß gesteckt ist? Diese Frage zu beantworten ist gar nicht so einfach und vielleicht wichtiger als du denkst. Ist das Ziel zu niedrig gesetzt, verschenkst du Potential und kannst dich möglicherweise nicht so gut anspornen. Wenn es zu hoch gesteckt ist, riskierst du vielleicht zu viel, bekommst Zweifel oder verlierst deine Motivation wenn du die Realität erkennst.

Deshalb lautet die spannende Frage: Woran erkennst du, ob dein Ziel groß genug aber nicht zu groß gesteckt ist? Genau darum geht es in diesem Blog Video. Was meine Antwort mit dem Cliff Walk über einen 500 Meter hohen Abgrund bei minus 20 Grad auf dem 3020m hohen Titlis in der Schweiz zu tun hat, erfährst in dem Video-Clip.

TITLIS CLIFF WALK

Auf der offiziellen Website von Engelberg-Titlis heißt es: „3020 Meter Höhe, 500 Meter Abgrund, 150 Schritte Herzklopfen. Das erwartet einem auf dem TITLIS Cliff Walk, der spektakulären Hängebrücke hoch oben am Gipfel. Zum Überqueren braucht man Nerven so stark wie die Drahtseile an denen sie hängt. Die Brücke spannt sich vom Südwandfenster der Gipfelstation bis zur Bergstation des Gletscher-Sessellifts Ice Flyer. Als Europas höchstgelegene Hängebrücke stellt der TITLIS Cliff Walk sogar einen Rekord auf.“ 

Mehr zum Thema Ziele:

Überprüfe deine Ziele: 4 Tipps aus der Wissenschaft
Vorsicht bei Zielen oder guten Vorsätzen! …denn wir machen dabei oft viele Fehler. Deshalb habe ich in diesem Blog vier wissenschaftlich geprüfte Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen, Ziele richtig zu setzen und zu erreichen.

LINK: https://athletesmind.de/uberprufe-deine-ziele-4-tipps-aus-der-wissenschaft/

Warum Ziele in die Wachstumszone gehören und die Rolle von Serotonin und Dopamin
Serotonin & Dopamin werden unter anderem dann ausgeschüttet, wenn wir in einem Lebensbereich erfolgreich sind. Das bedeutet, die Natur will nicht allein unser Leben sicherstellen, sie will uns zum Wachsen anspornen. Was das mit Zielen zu tun hat und worauf du bei der Zielsetzung achten solltest, erzähle ich dir in  diesem Video.

LINK: https://athletesmind.de/zielbiologie/

Überprüfe deine Ziele: 4 Tipps aus der Wissenschaft

Überprüfe deine Ziele: 4 Tipps aus der Wissenschaft

Herzlich Willkommen in 2020!

Vielleicht hast du dir gute Vorsätze vorgenommen, Ziele gesetzt oder deine Saison geplant. Das ist gut so, denn damit hast du deine Gedanken sortiert und deinem Gehirn ein Signal gegeben. Aber Vorsicht, denn wir machen dabei oft viele Fehler. Deshalb habe ich in diesem Blog vier wissenschaftlich geprüfte Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen, Ziele richtig zu setzen und zu erreichen.

Studien zufolge halten gute Vorsätze bei 3/4 der Menschen nicht viel länger als eine Woche. Nur 19% bleiben ihren Vorsätzen auch nach zwei Jahren noch treu. Leider liegen mir keine aktuellen Studien von aktiven Athleten vor. Ich vermute, dass dort die Zahlen etwas besser sind aber sich trotzdem zu Wünschen übrig lassen.

In meiner Erfahrung als Berater, Unternehmer und Sportler haben mich zwei Prinzipien immer wieder auf Kurs gebracht:

  1. „Ein Plan ist nichts, Planung ist alles“ Dwight D. Eisenhower
    Anmerkung: Es geht mehr um den Prozess der Zielsetzung und Planung als (nur) um das Ergebnis.
  2. „Ein guter Plan heute ist besser als ein perfekter Plan morgen“ George S. Patton
    Anmerkung: Ein Trainingsplan mit Unschärfen (heute) ist besser als gar kein Trainingsplan.

Dr. Kelly McGonigal, Psychologin und Dozentin an der Stanford Universität hat vier wissenschaftlich abgesicherte Empfehlungen, Ziele richtig zu setzen und zu erreichen:

#1 Setze ein Ziel, dass für dich von Bedeutung ist – nicht eins das sich leicht abhaken lässt

Wir lieben Belohnungen. Das Gehirn ist darauf ausgerichtet und deshalb setzten wir häufig einfache Ziele, die wir leicht und schnell abhaken können. Warst du heute beim Schwimmtraining? Haken. Hast du deine Trainingsdaten ausgelesen oder dokumentiert? Haken. Es macht uns Spaß, wenn wir am Ende des Tages unsere Punkte abhaken können und dagegen ist auch nichts einzuwenden.

Ein wirklich bedeutungsvolles Ziel, dass dich wirklich inspiriert etwas zu verändern, muss allerdings tiefer gehen. Nehme dir die Freiheit darüber nachzudenken, was du im Sport und im Leben generell erfahren willst. Denke darüber nach, was du in der kommenden Saison erreichen willst. Nutze anschließend die „Why, why Technik“. Frage dich drei Mal hintereinander, warum du das erreichen willst? Wenn du z.B. mit dem Rauchen aufhören willst, frage dich warum? Wenn deine Antwort ist, dass du es deiner Gesundheit zuliebe machst, frage dich warum dir deine Gesundheit wichtig ist? Wenn deine Antwort ist, um deinen Sport auch im Alter noch ausüben zu können, frage dich, warum du im Alter noch Sport machen willst? So kommst du dem Kern dessen, was dich tatsächlich antreibt, immer näher. Wenn du an dem Ziel arbeitest kannst du daraus Motivation schöpfen.

#2 Richte deinen Fokus auf den Prozess, nicht das Ergebnis

Mir ging es in meinem Leben häufig so, dass ich dachte wenn ich ein bestimmtes Ziel oder Ergebnis einmal erreicht habe, ich „angekommen sei“ oder alles besser wird. Über das was danach kommt, habe ich in der Regel gar nicht nachgedacht. Meist habe ich meine Ziele dann auch erreicht und festgestellt, dass die Freude darüber nicht von Dauer war.

Mit der Zeit habe ich gelernt, dass das Ziel einen Impuls setzt und ein Leuchtturm ist, auf den man sich zubewegen kann. Das alte Sprichwort: „Der Weg ist das Ziel“ hat für zunehmend an Bedeutung gewonnen, auch im Sport. Unabhängig von sportlichen Ergebniszielen sollte das Training m.E. primär Spaß machen.

Vor meinem ersten Ironman konnte ich mir gar nicht vorstellen, diese Distanz überhaupt irgendwie zu bewältigen. Aber dann habe ich mich auf mein tägliches Training konzentriert und das große Ziel in kleine Schritte heruntergebrochen. Da fällt mir ein anderes Sprichwort ein: „Ein Marathon beginnt mit dem ersten Schritt“.

Dr. McGonigal von der Stanford Universität sagt dazu: „Du kannst sehr, sehr kleine Veränderungen/ Schritte machen, die dich deinem Ziel näher bringen – ohne genau wissen zu müssen, wie du das Endziel erreichst.“

#3 Formuliere deine Ziele positiv

Wie du dein Ziel formulierst, macht einen großen Unterschied. Die Erfahrung zeigt, dass Hin-Zu-Ziele in der Regel wesentlich besser geeignet sind als Weg-Von-Ziele, diese zu erreichen. Hin-Zu-Ziele fokussieren auf dass was du erreichen anstatt auf das was du vermeiden willst. Es handelt sich im Wesentlichen um chemische Prozesse in deinem Gehirn. Vermeidungsziele triggern „Beschränkungssysteme“. Positiv formulierte Ziele fördern die Lösungsorientierung und steigern die Motivation.

Denke darüber nach, was du in dir fördern oder was du öfter erleben oder machen willst. Zu sagen ‚Ich will im Triathlon nicht mehr mit den letzten aus dem Wasser kommen’ gibt dir keine positive Motivation wenn du beim Training den anderen hinterher schwimmst. Tue dir einen Gefallen und formuliere deine Ziele positiv. Es funktioniert.

#4 Bereite dich auf Niederlagen oder Rückschläge vor (im positiven Sinne)

Momente des Scheiterns oder temporäre Rückschläge sind fast unausweichlich. Wenn sich diese Erfahrungen summieren geben viele Menschen ihr Ziel gleich ganz auf. Es gibt Studien, die erforscht haben, wie oft wir etwas probieren bevor wir aufgeben. In Deutschland liegt der Wert bei 0,7 – in den USA immerhin bei 1,4. Jetzt fragst du dich vielleicht, wie überhaupt ein Wert von unter 1 möglich ist. Ganz einfach, viele Menschen geben schon vorher auf, also bevor sie es überhaupt anfangen.

Es liegt in unserem Instinkt, in Momenten des Scheiterns ein Ziel einfach zu verwerfen. Schnell kann es passieren, dass wir uns in Zweifel und Selbstkritik versinken. Dann erscheint es oft einfacher, dass Ziel zu verwerfen als daran festzuhalten.

Ziel ist es nicht, zwischenzeitliches Scheitern und Rückschläge zu verhindern, sondern diese Risiken zu erkennen und Handlungspläne zu erstellen. Wenn du nicht sicher bist, ob du die vom Veranstalter bereitgestellte Wettkampfverpflegung verträgst, dann organisiere deine eigene Verpflegung und bringe die Riegel und Gels zum Wettkampf mit, die du sicher verträgst. Du erstellst sozusagen einen (mentalen) Plan wie du reagierst wenn etwas schief geht.

Wenn sich dir Steine in den Weg stellen oder du Rückschläge erleidest, erinnere dich daran, warum dir dein Ziel wichtig ist. So eine einfache Erinnerung kann negative Gedanken und Selbstgespräche entschärfen und dir Motivation geben.

Ich wünsche dir viel Glück mit deinen Ziele und Vorsätzen!

Falls du den Inhalt des Blogs wertvoll findest, würde ich mich freuen, wenn du den Facebook Like Button anklickst und den Blog mit anderen teilst.

PS: Kannst du deine mentale Wettkampfstärke verbessern? Lerne in meinem kostenlosen eBook 10 einfache Mental Techniken zur Wettkampfvorbereitung. Link: Kostenloser Athletes Mind Tuning Guide

Quellen: